Steuernummer „NIE“ beantragen und behördliche Anmeldung


24 Okt 2019 [21:47h]     Bookmark and Share


Steuernummer „NIE“ beantragen und behördliche Anmeldung

Steuernummer „NIE“ beantragen und behördliche Anmeldung


Wer als EU-Bürger vorhat sich in Spanien niederzulassen oder zu arbeiten, kommt um eines ganz bestimmt nicht herum: die Beantragung einer „NIE“.

Die NIE ist eine Steueridentifikationsnummer für Ausländer. Ausgeschrieben auf Spanisch heißt sie (Número de Identificación de Extranjeros). Ohne sie  können Ausländer weder Eigentum erwerben, noch das staatliche Gesundheitssystems nutzen. Viele Anschaffungen, besonders größere, aber auch eine ganz banale Telefon-SIM lassen sich ohne NIE nicht realisieren.

EU-Bürger brauchen für den NIE-Antrag ihren Reisepass und zwei Passbilder. Die NIE kann man mittlerweile bereits in einer spanischen Auslandsvertretung, also einem der Konsulate vorab beantragen. Es empfiehlt sich diese Steuernummer zeitig im Voraus zu besorgen, das erleichtert vieles.

 

NIE-Beantragung mit nur zwei Amtsgängen

Für die Beantragung der NIE kann man auch einen Dienstleister mithilfe einer Vollmacht beauftragen. Die Preise für diese Dienstleistung sind sehr unterschiedlich, manchmal liegen sie bei bis zu 200 Euro.

Tatsächlich ist es aber relativ simpel das grüne Aufenthaltskärtchen selbst abzuholen. Man braucht lediglich für die Terminvergabe ins Internet zu gehen und dann noch etwas Zeit für die zwei aufeinanderfolgenden Amtsgänge. Diese können am selben Tag sein und nur für den ersten braucht man einen Termin.

 

In Palma wird die NIE von der Fremdenpolizei ausgegeben. Die Adresse lautet:

Oficina de Extranjeria

Calle Felicià Fuster, 7 

07006 Palma

Die Termine für die N.I.E. werden im 10-Minuten Takt vergeben. Zum Termin, den man online vorab machen muss sollte man unbedingt alle Unterlagen parat haben. Mitzubringen sind:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • eine Kopie der Vorder- und Rückseite des Ausweises und zwar auf einer Kopieseite
  • Ausgefülltes Formular EX-15 (wird online bei der vorherigen Terminanmeldung verlinkt oder kann schon vorher beim Empfang der Ausländerbehörde mitgenommen werden)
Im Amt muss man sich trotz vorheriger Terminvergabe zunächst anstellen. Dann wird geprüft, ob man tatsächlich einen Termin gemacht hat. Danach erhält man eine Wartemarke.
Ist man an der Reihe werden vom Behördenmitarbeiter die Daten des Formulars und des Passes in die Systeme der Ausländerbehörde eingegeben. Danach erhält man einen Überweisungsbeleg. Die Gebühr von 9,95 Euro (oder mehr, je nach Gebührenerhöhung) ist dann bei einer Bank – (wow!) ohne Bankgebühren – einzuzahlen.
Auf einem Handzettel, den man zugleich ausgehändigt bekommt, gibt es einen kleinen Stadtplan auf dem die Banken im Umkreis dargestellt sind. Seine Bank kann man sich also auswählen.  Wenn man Glück hat, ist eine der Banken nach diesem ersten Behördengang noch geöffnet und man schafft es, schnell zurück zum Amt zu gehen und den Beleg vorzulegen. Einen erneuten Termin braucht man dafür nicht. Zugleich legt man erneut alle Kopien des Formulars und seinen Pass sowie die besagte Kopie davon vor.
Wahrscheinlich erhält man dann umgehend seine NIE, ein kleines grünes Papierkärtchen mit der lebenslang gültigen Steuernummer. Achtung: das Kärtchen darf man auf keinen Fall mit einem Laminiergerät einschweißen. Streng verboten. Also allenfalls in ein kleines Plastiktütchen eintüten damit es lange lesbar bleibt.

 

Behördliche Anmeldung des Wohnsitzes

Wer mehr als 90 Tage im Jahr in Spanien lebt, muss sich ebenfalls beim zuständigen Meldeamt anmelden und erhält dort eine Meldebescheinigung.  Dabei ist es egal, ob man in einer gekauften Immobilie oder zur Miete wohnt.

Für diese polizeiliche Anmeldung braucht man als Mieter

  • neben der eigenen NIE
  • seinen Mietvertrag im Original
  • und in Kopie
  • sowie den Zahlungsnachweis, also Quittung oder Bankbeleg für die aktuelle Mietzahlung.

 

Untermiete

Wer zur Untermiete wohnt benötigt nicht nur seine Mietquittung sondern auch den Hauptmietvertrag im Original und in Kopie aus dem auch hervorgehen muss, dass eine Untervermietung überhaupt vom Wohnungseigentümer gestattet ist. Die Behörde greift also durchaus tief in die Vertragsverhältnisse ihrer Bürger ein und geriert sich als Kontrolleur für den Wohnungseigentümer.

 

Termin für die Meldebehörde

Selbst wer sämtliche geforderten Unterlagen für die behördliche Anmeldung dabei hat und ggf. sogar in ein menschenleeres Meldebüro kommt, wird darauf hingewiesen, dass eine Vorab-Terminreservierung notwendig ist. Diese ist über das Internet vorzunehmen. Dabei kann online nach Eingabe diverser persönlicher Daten ein Termin ausgewählt werden, der allerdings nicht selten mehrere Wochen in der Zukunft liegt. Und dann gilt natürlich: Bloß keine Minute zu spät kommen.

Der Termin kann online auch noch verschoben werden. Tatsächlich gibt es manchmal Bürger, die ihre Anmeldung rechtzeitig stornieren, sodass auch schon frühere Termine wieder frei und reservierbar werden. Dazu muss man allerdings schnell sein und sich mit seinen Daten öfter einloggen.





  • Urlaub.digital




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*